Absage aus der CDU-Zentrale

SPD kritisiert Nein zu zweitem TV-Duell: „Merkel kneift“

Themen wie Digitalisierung, Rente, Bildung oder Pflege hatten im TV-Duell am 3. September kaum Pltz. Foto: DpaFOTO: Dpa

Berlin. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Vorstoß ihres SPD-Herausforderers Martin Schulz für ein zweites TV-Duell abgelehnt und damit erwartungsgemäß Empörung bei der SPD ausgelöst. „Frau Merkel kneift“, sagte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil der Deutschen Presse-Agentur.

„Das zeugt von mangelndem Respekt vor den Bürgerinnen und Bürgern und der demokratischen Auseinandersetzung“, sagte er weiter. Merkel verweigere die Debatte über die Zukunft der Bildung, der Rente, der Pflege und der Digitalisierung. Schulz selbst pochte auf eine schriftliche Antwort der Kanzlerin.

Schulz hatte einen zweiten direkten Schlagabtausch nach dem TV-Duell vom 3. September gefordert. Im ZDF beklagte er am Dienstagabend, damals seien viele Punkte, die die Bürger bewegten, gar nicht angesprochen worden: „Deshalb habe ich Frau Merkel heute einen Brief geschrieben und sie aufgefordert, ein nächstes Duell mit mir zu machen, damit all' diese Punkte auch diskutiert werden können.“

Schulz selbst kritisierte am Mittwoch vor allem das Vorgehen bei der Absage. Am Rande eines Wahlkampfauftritts im hessischen Heppenheim sagte er: „Ich bin erstaunt, dass ich dem Bundeskanzleramt einen Brief schreibe, an die Kanzlerin persönlich - und das Adenauerhaus kommentiert das und lehnt das ab.“ Das Nein war zunächst aus der CDU-Zentrale gekommen. Dort hieß es: „Angela Merkel hat gerne an einem TV-Duell teilgenommen. Dieses Format hat sich bewährt. Und dabei belässt sie es.“

top